Product Design Sprint 5: Über User Tests Feedback einholen

Eine ereignisreiche und vielleicht auch informative Woche liegt hinter uns und der Product Design Sprint geht in die finale Runde. Um die Ergebnisse der vorangegangenen Tage für Quereinsteiger noch einmal kurz zusammenzufassen: das Ziel des Sprints ist die Produktentwicklung oder -optimierung innerhalb eines festgesteckten Zeitfensters. Um dieses Ziel auch zu erreichen, stellt sich zunächst die Frage, wie potentielle Nutzer mit der Anwendung umgehen und welche Erwartungen sie an diese haben. Auf der Basis einer Experience Map werden am zweiten Tag des Sprints bereits konkrete Nutzerstories verfasst, welche wiederum die Grundlage für die Erstellung der Prototypen bilden.

Heute darf sich das Team (zumindest ein Stück weit) zurücklehnen und vielleicht sogar schon die Früchte seiner Arbeit genießen. Es geht quasi um das Zentrum des UX-Kosmos, denn das Einholen von Nutzer-Feedback steht ganz oben auf der Agenda. Besonders wenn die Zeit drängt, entwickeln sich Nutzerreaktionen als Grundstein für die Weiterentwicklung des Produkts einerseits und die Ermittlung falscher Lösungsansätze andererseits.

Heute geht es um die Hauptakteure des UX-Designs – es geht um die User

Warum User Feedback einholen?

Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen – wer sich des Öfteren mit Kreativprozessen auseinandersetzt, kennt dieses Problem möglicherweise. In den meisten Fällen verschwimmt die komplette Arbeit der vergangenen Tage nur noch zu einem Einheitsbrei und die Fertigstellung wird herbeigesehnt. Multiperspektive lautet also die Devise. Nutzer sind keine Entwickler und kennen das Produkt nicht in- und auswendig. Folglich eröffnet ihre Perspektive auch den Zugang zu Problemen und Bugs, die das Team eventuell komplett übersehen hätte.

Doch nicht nur Entwicklung und Anwendung profitieren von dieser Beziehung zum Endverbraucher. Vielmehr handelt es sich um ein gegenseitiges Verhältnis, denn auch dem Nutzer wird durch das aktive Erfragen seiner Ansichten das Gefühl vermittelt, Gehör zu bekommen und wichtiger Bestandteil der Produktbearbeitung zu sein. Wird dieses Feedback dann final auch noch umgesetzt, steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts mehr im Weg.

1. Die Testpersonen rekrutieren

Machen wir uns also ans Werk, um auch die letzte Stufe des Product Design Sprints mit Bravur zu absolvieren. Um User Feedback überhaupt erst einholen zu können braucht es – ganz einfach – User. Nun macht es natürlich wenig Sinn, à la Random-Verfahren die Probanden auf der Straße aufzusammeln. Sobald die Testperson nämlich nicht aus der Zielgruppe stammen, verfälscht dies auch die finalen Ergebnisse und die Produktentwicklung wird schlimmstenfalls in die falsche Richtung geleitet.

Glücklicherweise wurden die zu fokussierenden Nutzertypen bereits an Tag 2 im Rahmen der Storyboards festgelegt, sodass für den heutigen Tag lediglich die passenden Teilnehmer angeheuert werden müssen.

Sobald die User mit der App vertraut gemacht wurden, kann es losgehen

2. Das Test-Konzept erstellen

Das Spektrum an Methoden, eine Anwendung zu testen ist endlos und sollte produktbezogen ausgewählt werden. Anstatt also die Pro’s and Con’s der verschiedenen Konzepte herunterzubeten, fokussieren wir uns lieber auf die individuellen Ziele der Tests. Soll herausgearbeitet werden, was den Entwicklern vielleicht vorher noch verborgen blieb? Und auf welchen Erwartungen basiert die Durchführung der Testreihe? Ähnlich dem wissenschaftlichen Arbeiten sollten so auch an Tag 5 des Sprints Intentionen und Hypothesen bereits vorab festgehalten werden, um anschließend die Testfragen ausformulieren zu können. Ob es final dann ein Speed-, User-Value- oder der ganz klassische Usability-Test sein soll, liegt ganz im Interesse des Teams.  

3. Das passende Set-Up wählen

Nutzer, die sich bis dato noch nicht mit dem Gedanken auseinandergesetzt haben, an einem User Test teilzunehmen, stellen sich vielleicht Szenarien im Stil von Maniac vor. Kalte Laborräume und besessene Wissenschaftler, deren oberste Priorität das Produkt und nicht das Wohl der Probanden hat. Um also nicht gleich zu Beginn Furcht und Schrecken unter den Teilnehmern zu verbreiten, sollte das Set-Up vor allem einladend wirken und eine freundliche Atmosphäre schaffen. Schließlich sollten die Testpersonen auch in Zukunft Interesse an Produkt und Unternehmen haben. 

Fazit der Woche

Die Woche neigt sich dem Ende zu und hoffentlich auch alle Sportmuffel ließen sich von den Vorzügen des Product Design Sprints überzeugen. Natürlich – das Wort Sprint klingt nach Anstrengung und Stress. Besonders durch die Zusammenarbeit im gesamten Team können aber nicht nur nachhaltige Erfolge in Sachen Produktentwicklung und -optimierung erzielt werden. Vielmehr eröffnen sich auch komplett neue Perspektiven auf die verschiedenen Entwicklungsprozesse und natürlich auch die Anwendung selber.

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